Was brauchst Du wirklich?



Erinnerst Du Dich an das letzte Mal, als ich von den Wünschen meiner Kinder gesprochen habe?

Sie baten um Dinge wie ein Schokoladeneis oder ein Sofa. Man spricht hier von Konsumgütern. In den konkreten Fällen waren es Dinge, auf die sie auch verzichten konnten.


Ein Psychologe namens Maslow hat 1970 eine Bedürfnispyramide entwickelt, um die verschiedenen Bedürfnisse, Wünsche und Ziele von Menschen in eine vereinfachte Rangordnung zu bringen.

Schau Dir die Bedürfnispyramide mal genau an. Im unteren Bereich sind die sogenannten Defizitbedürfnisse: Grundbedürfnisse, der Wunsch nach Sicherheit und soziale Bedürfnisse, also Familie und Freunde. Wenn jemand hier ein Defizit, also zu wenig hat, dann fühlt sich das Leben sehr, sehr schlecht an. Ein Kind das Hunger oder kein Dach über dem Kopf hat führt ein deutlich schlechteres Leben. Es wird seine gesamte Anstrengung darauf konzentrieren, den Mangel auszugleichen. Erst wenn diese Defizitbedürfnisse größtenteils gestillt sind, kann man sich weitergehenden Zielen und Wünschen zuwenden.

Maslow selbst ging davon aus, dass die Stufen überlappend und nicht streng voneinander getrennt sind. Man muss also nicht eine Stufe komplett erfüllt haben, um sich um die nächste zu kümmern.


Im Zeitalter der Digitalisierung sind digitale Lösungsalternativen zu den von Maslow beschriebenen Bedürfnissen entstanden. So konnte zum Bsp. der Wunsch nach sozialer Nähe und nach Ausbildung während des Corona-Lockdowns zumindest teilweise durch Video-Konferenztools und Home-Schooling erfüllt werden. Sicher kommen Dir viele der Logos der dargestellten Anwendungen und Apps bekannt vor.

Und natürlich funktioniert das nur, wenn die digitalen Grundbedürfnisse: Akku, WLAN und Internet gestillt sind. Du hättest mal heute nachmittag dabei sein sollen, als beide Kinder zeitgleich aus ihren Zimmern gestürmt kamen, weil das Internet ausgefallen war. Ein Drama!


Wie passt nun die Frage nach dem Geld zu dieser Bedürfnispyramide?

Gehen wir mal zurück zu den Grundbedürfnissen und nehmen das Beispiel "Essen".


Geld gibt Dir die Freiheit, auf sehr unterschiedliche Weise satt zu werden. In vielen armen Ländern ist Reis ein Grundnahrungsmittel und es gibt wenig Alternativen. Mit genügend Geld hast Du in Deutschland die Freiheit, so ziemlich alles zu bekommen, was Du essen möchtest. Sogar frische Erdbeeren zu Weihnachten! Aber Du musst Dir bewusst sein, dass Du mit einer solchen Wahl die Umwelt schädigst, da die Erdbeeren von weit her zu Dir gebracht werden müssen. Oder Du kaufst Dir zu viele Süßigkeiten und wirst dick davon.

Was also wichtig ist: Du bist auch für die Konsequenzen verantwortlich, die aus Deinen Ausgaben, deinem Konsum, entstehen. Daher überlege Dir immer gut, ob Du etwas Bestimmtes kaufen möchtest und wenn ja ... genieße es.


Andererseits erlaubt Dir Geld auch in die höheren Bereiche der Pyramide einfacher vorzudringen, um deine Träume zu verwirklichen. Geld ermöglicht Dir also, ein wesentlich freieres und unabhängigeres Leben zu führen. Geld kann Dich dabei unterstützen, Deine Möglichkeiten voll auszuschöpfen.

Wenn Du Dir keine Sorgen darüber machen musst, wie Du Deine Kosten im nächsten Monat bezahlen wirst, hast Du mehr Möglichkeiten, Dich weiterzuentwickeln, nach Deinen eigenen Werten zu leben und das zu tun, was dir Spaß macht. Das klingt doch gut, oder?


Wie ist Deine Einstellung zu Geld? Hilft Dir das Geld, das Du hast, schon jetzt das Leben zu führen, das Du möchtest? Auf welcher Stufe der Pyramide befindest Du Dich und wo möchtest Du hin? Erzähl es mir gern in den Kommentaren hier oder auf Instagram oder Facebook unter @kinderaktionaer.






5 Ansichten0 Kommentare

©2020 Kinderaktionär